Ianustanz

Ianustanz


Zwei Wesen eifern, ach! in meiner Brust:


Der eine, schwarzentbrannt und lichter Lohe Sohn,

Heißt Zorn und tobt schon manches Jahr

Den Leib, den heißen, hievt er gärend, schwärend,

Mit stolzen Bränden Hirn und Herz verheerend

Dort schlitzt mit Surturs Klinge, hell

Von Tod, die Seele er gar schnell


Leicht trägt sich ein solcher Schmerz zur Zier

Leicht verfangen sich im Wüten Mensch und Tier


Die and’re, zartes Wesen, nenn ich nicht beim Namen

Zu frisch noch glimmt die junge Glut

Zu rein das Flämmchen, als dass ich mit Worten

Erstickend Sie herniederreiß’ zu Orten,

Wo Ihresgleichen schnell gelöscht

Ihr Schein im grellen Flitt’ verlischt


Wo die Masse Sie wie Brot verschlingt

Und mit Ihrem Glanz der Bettler sich verdingt


So wiegen sich die Zwei in traumberauschtem Tanze

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