Gedanken zur Demokratie – III

gedanken-zur-demokratie-2

GEDANKEN ZUR DEMOKRATIE

Fragmente zum Selbstvertständlich-schwerverständlichen


Im Folgenden eine lose Sammlung von Beobachtungen und Gedankengängen zum wohl verbrauchtesten politischen Begriff der letzten Jahrhunderte. Theoretische Grundlagen werden zugunsten von Spontanität und Subjektivität soweit möglich ignoriert. Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben. Sarkasmus und Verdrossenheit sind, soweit ersichtlich, zu entschuldigen.


III. Volkssouveränität bedeutet eben nicht nur die Summe der individuellen Freiheiten aller Volksangehöriger, sondern gerade die Souveränität als Volk; also das Recht, als konkret definierte Schicksalsgemeinschaft über seine Einordnung in die Pluralität der menschlichen Geschlechter zu entscheiden und seinen eigenen Weg darin zu bestimmen. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker hat also grundsätzlich nichts mit den jeweiligen Freiheiten zu tun, die der Einzelne gegenüber dem Staat, der das Gemeinwesen vertritt, verteidigen kann. Die Reduzierung der demokratischen Idee auf diese individuelle Freiheit der Persönlichkeit negiert den Grundgedanken des Völkerrechts und raubt dem demokratischen Staat seine Hoheit, indem sie das Volk als relevante Größe des Gemeinwesens leugnet und es zugunsten einer undefinierten „Bevölkerung“ und deren vereinzelten Freiheiten abschafft. Auch daran lässt sich eine Usurpation der Demokratie durch den entgrenzten Liberalismus erkennen.

⇒ Gedankenarchiv

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